| Museernes Samvirke i Vestjylland |
| Die Schnecke und die Säulen von Erik Heide |
Sechs dunkle Säulen umkreisen vier rechteckige dunkle Becken mit Wasser.
Die Gedanken werden sofort in Richtung klassischer Ruinen gelenkt, da die Säulen vollständig nackt ohne Kapitelle und Dachkonstruktion dastehen. Es ist, als wenn die Säulen aufgerichtet und überarbeitet wurden. Straffe Linien führen vom Kunstwerk direkt hin zum Hauptgebäude des Gimsinghoved Kunst- und Kulturzentrums. Alles ist gehalten innerhalb der mathematisch geometrischen Regeln für Balance. Das Auge fällt zur Ruhe in diesem Universum von gleichartigen Elementen auf geraden Linien. Doch zwei Elemente stören die Ruhe. Das eine ist die Schnecke aus Stein an der einen Säule. Entgegen den rechten Winkeln, bildet die Schnecke einen massiven Kontrast mit seinen runden Formen und der Spiralform im Häuschen auf dem Rücken. Farbenmäßig ist sie auch wärmer als die grauen Säulen. Die Form der Schnecke und das höhlenähnliche Haus kann auch das weibliche Geschlecht symbolisieren. Das andere Element sticht auch hervor. Eine abstrakte Formation, die auf einer der Säulen liegt. Mit seiner chaotischen, zusammengeknüllten, amorphen Struktur bildet dieses Element auch hier einen Gegensatz zu den stielreinen Säulen. Zusammenspiel zwischen dem rationell geschaffenem und der natürlichen Ordnung. Die Skulptur wurde eingeweiht 2006.
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