| Museernes Samvirke i Vestjylland |
| Das Auge des Schattens von Ingvar Cronhammar |
Es gleicht eher einem rauchenden Schornstein eines unterirdischen Laboratoriums, doch das ist eine Skulptur.
Ingvar Cronhammars Werke gleichen oft Bauwerken oder industriellen Maschinen – und seine Skulpturen sind oft groß in ihren Maßen. »Das Auge des Schattens« befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Kunstwerk und Architektur – Sie haben ihn sicher bemerkt, doch niemals als Kunst aufgefasst. Auf diese Weise mimen die Werke Industrie und werden oft als eben solche übersehen. Es war Meinung, dass »Das Auge des Schattens« nachts erwachen und aktiv werden sollte. Wasserdampf sollte aus den vierkantigen Öffnungen am oberen Ende strömen zusammen mit rotem Licht, sodass es aussieht als wenn »Das Auge des Schattens« in der Dunkelheit schwelt. Das bewegte den Schuldirektor unter seiner Eröffnungsansprache dazu, das Werk mit einem feuersprudelnden Drachen zu vergleichen – ein Beschützer des Struer Staatsgymnasiums. »Das Auge des Schattens« musste sich doch leider im Laufe der Zeit ändern. Aufgrund von Kalkablagerungen an den Düsen, musste der Künstler seine Idee vom Wasserdampf aufgeben. Stattdessen bekam das Werk rote Lichtlinien herunter an den Seiten der Säule, die im dunklen hervortreten. Die Lichtquelle in der Spitze wurde verstärkt, so dass sie fast einer Flamme in der Kammer gleicht. Der Künstler Ingvar Cronhammar sieht das neue Werk nicht als Kompromiss, sondern mehr als eine Stärkung des ursprünglichen Werkes. Es sieht nun aus, als wenn das rote Licht am Sockel des Werkes entspringt und daran entlang zu den Fenstern in der Spitze läuft – ein Lichtturm. Die Skulptur wurde eingeweiht 1992.
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